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FAQ

Die genauen Details der neuen Gaspreispreisbremse stehen noch nicht fest. Sie sollen bis Mitte Oktober von einer Kommission erarbeitet werden. Ziel ist offenbar, die Kosten für den Basisverbrauch zu deckeln. 200 Milliarden Euro will die Bundesregierung dafür bereitstellen.

Was bedeutet das für unsere Kundinnen und Kunden? Die Kosten für Erdgas fallen jetzt deutlich geringer aus. Das hat mehrere Gründe:

  • Weil die Gaspreise gedeckelt werden, entfällt die Gasumlage. Sie sollte eigentlich ab dem 1. Oktober erhoben werden. Der Gaspreis mindert sich dadurch pro verbrauchter Kilowattstunde Gas um ca. 2,4 Cent netto.
  • Die Gaspreisbremse wird zumindest einen Teil des verbrauchten Erdgases billiger machen. In welchem Umfang steht noch nicht fest.
  • Die Mehrwertsteuer für Gas und Fernwärme wird ab 1. Oktober von 19 auf 7 % gesenkt. Die Regelung gilt bis März 2024. Das hat der Bundestag am heutigen Freitag beschlossen.

Auch für uns sind diese zahlreichen und kurzfristigen Veränderungen neu. Sie bedeuten ein Umsteuern und Neuberechnen an vielen Stellen. Wir tun unser Bestes, um alle Kostenerleichterungen unbürokratisch und schnell an Sie weiterzugeben. Und wir halten Sie hier natürlich auf dem Laufenden, sobald die Ausgestaltung der Gaspreisbremse im Detail klar ist.

Abschließend noch ein Hinweis zum Thema Energiesparen. Die anstehenden Maßnahmen dienen dazu, die hohen Energiepreise zu bändigen. Mehr Erdgas steht deshalb nicht zur Verfügung. Um die Preise für Wärmeenergie nicht weiter in die Höhe zu treiben und eine Gasmangellage zu vermeiden, ist es weiterhin wichtig, den Verbrauch von Erdgas so weit wie möglich einzuschränken – damit wir gemeinsam gut über den Winter kommen.

Sie fragen sich, wie Sie schnell Ihren eigenen Gasverbrauch ermitteln? Ganz einfach: Der Zähler misst zwar in Kubikmeter (m3) und abgerechnet wird nach Kilowattstunden (kWh) – aber für unsere Region gilt die Faustformel: Kubikmeter x 11 ergibt einen guten Näherungswert für den Verbrauch in Kilowattstunden.

Beispiel: Zählerstand Montagmorgen 1000 m3, Zählerstand am Freitagabend 1025 m3. Die Differenz von 25 m3 mit 11 malnehmen: ergibt rund 275 kWh Verbrauch in fünf Tagen.

Übrigens bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt wäre bei diesem Verbrauch noch Sparpotenzial drin.

Bei Wartungsarbeiten hat sich die Gasleitung in der Bohnstraße als sanierungsbedürftig erwiesen. Deshalb ist dort nun kurzfristig eine Baumaßnahme angesetzt.

Die Bauarbeiten starten am 19. September. Im Zuge der Arbeiten werden auch die bestehenden Hausanschlussleitungen geprüft und bei Bedarf erneuert. Die Maßnahme betrifft den Straßenabschnitt zwischen Am Fleth und Friedrich-Ebert-Straße/Großer Schwibbogen. Um die Hausanschlussleitungen in Augenschein zu nehmen, müssen unsere Mitarbeitenden Grundstücke und Häuser der Anwohnerinnen und Anwohner betreten. Wir bitten Sie deshalb, unseren Mitarbeitenden den Zugang zu erlauben. Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne. Wenden Sie sich dafür bitte an die Telefonnummer 04821 774-158.

Parallel zur Einführung der neuen Gasumlagen hat die Bundesregierung beschlossen, die Mehrwertsteuer für Gaslieferungen von 19 auf 7 Prozent zu senken. So soll der starke Anstieg der Energiepreise für Haushalte und Unternehmen zumindest teilweise abgefedert werden.

Zunächst war beabsichtigt, auf die neuen Gasumlagen gar keine Mehrwertsteuer zu erheben. Das ließen geltende EU-Gesetze allerdings nicht zu. Nachdem nun die Höhen aller neuen Gasumlagen feststehen, hat die Bundesregierung deshalb die generelle Senkung der Mehrwertsteuer auf den Preis für Gaslieferungen beschlossen. Sie soll bis zum 31. März 2024 gelten.

Welche neuen Umlagen kommen auf Sie zu?
Ab 1. Oktober gelten insgesamt drei neue Umlagen. Sie werden regelmäßig überprüft und können alle drei Monate angepasst werden:

  • Gasbeschaffungsumlage: Sie beträgt 2,419 Cent pro kWh und soll Lieferanten stützen, die zurzeit Gas zu einem Vielfachen des Preises einkaufen, zu dem sie es aufgrund bestehender Verträge verkaufen können.
  • Gasspeicherumlage: Ihre Höhe ist auf 0,059 Cent pro kWh festgesetzt und soll sicherstellen, dass Deutschlands Gasspeicher für den Winter maximal befüllt werden.
  • Regelenergieumlage: Sie soll mit 0,57 Cent pro kWh zu Buche schlagen. Die sogenannte Regelenergie dient dazu, unser Gasnetz stabil zu halten – bei schwankenden Gasflüssen zukünftig ein wichtiger Sicherheitsfaktor. Die Regelenergieumlage ist nicht „neu“, betrug aber zuletzt 0 Cent.

 

Wann werden sich die neuen Umlagen auswirken?
Die Mehrwertsteueränderung beim Gaspreis muss noch vom Bundestag verabschiedet werden. Wir planen deshalb, die neuen Umlagen ab dem 1. November an unsere Kundinnen und Kunden weiterzugeben.

Wir sind für Sie da!
Sie haben Fragen zu den neuen Gasumlagen? Sie möchten Ihre monatlichen Abschläge vorsorglich anpassen oder benötigen bei einem anderen Energiethema unsere Unterstützung? Sprechen Sie uns gerne an – persönlich im Kundenzentrum und am Telefon oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Die neue Gasumlage wird ab dem 1. Oktober 2022 fällig. Unternehmen und private Verbraucher müssen sie gleichermaßen zahlen. Antworten auf die wichtigsten Fragen bekommen Sie hier.

Warum wird die Gasbeschaffungsumlage (kurz Gasumlage) eingeführt?

Im Kern dient die Umlage dazu, Lieferausfälle durch einen Zusammenbruch des deutschen Gasmarktes zu verhindern. Vor allem der russische Krieg gegen die Ukraine hat den globalen Gasmarkt in massive Turbulenzen gestürzt. Aktuell liegen die Gasbeschaffungspreise an der Börse um bis zu 500 Prozent höher als vor der Krise. Die gestiegenen Kosten drohen Importeure und Versorger in die Insolvenz zu treiben. Denn ihre Mehrkosten dürfen sie bislang nicht an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben. Die Gasumlage soll diese Situation entschärfen, indem sie bis zu 90 Prozent der Mehrkosten auffängt.

Wie wirkt sich die Gasumlage auf den Gaspreis aus?

Für einen durchschnittlichen Haushalt mit vier Personen und einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh ergibt sich eine Mehrbelastung von rund 480 Euro – also 40 Euro monatlich. Es zeichnet sich ab, dass auf die Gasumlage zusätzlich die Mehrwertsteuer von 19 Prozent erhoben wird. Dann erhöhen sich die Belastungen in unserem Beispiel auf 570 Euro jährlich bzw. 47,50 Euro monatlich.

Wann sehe ich die Umlage auf meinen Abschlägen?

Um die Gasumlage weitergeben zu können, müssen wir Informationspflichten nachkommen, die an vier- bis sechswöchige Fristen gebunden sind. Zum Beispiel die Mehrwertsteuerfrage ist aber noch ungeklärt. Deshalb werden wir die Umlage frühestens im November oder Dezember in den Abschlägen berücksichtigen.

Kann sich die Höhe der Umlage ändern und wie lange soll sie erhoben werden?

Die Umlage wird monatlich abgerechnet, alle drei Monate kann sie angepasst werden. Es ist also damit zu rechnen, dass die Höhe der Gasumlage sich bereits zum Jahreswechsel ändert. Bislang ist vorgesehen, dass die Umlage zum 1. April 2024 ausläuft.

Sind weitere Umlagen geplant?

Neben der Umlage, die die gestiegenen Gasbeschaffungskosten abfedern soll, wird es eine zweite Umlage für die Kosten der Gaseinspeicherung geben. Damit sich die Gaskrise im kommenden Winter nicht weiter zuspitzt, hat die Bundesregierung die Gesetze zur Vorratsspeicherung von Erdgas verschärft. So müssen die deutschen Gasspeicher bis zum 1. November zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein. Auch diese ehrgeizige Zielstellung kostet Geld. Diese Kosten soll die Gasspeicherumlage auffangen. Aktuell wird damit gerechnet, dass sich diese zweite Umlage nicht so massiv auf den Gaspreis auswirken wird, wie die Gasbeschaffungsumlage. Ihre Höhe soll am 18. August festgesetzt werden.

 

Seit Herbst 2021 ist der Energiemarkt erheblichen Preissteigerungen ausgesetzt. Die Insolvenz oder Betriebsaufgabe einiger Energie-Discounter hat in diesem Zusammenhang zu zusätzlichen Spannungen geführt. Denn Verbraucherinnen und Verbraucher haben einen gesetzlichen Anspruch auf Belieferung mit Energie – das ist gut und wichtig. Nun stehen allerdings viele Energieanbieter vor der Aufgabe, von heute auf morgen und in großem Umfang Kundinnen und Kunden zu beliefern, für die vorher kein Strom und Gas beschafft worden ist.

Deshalb hat der Gesetzgeber im Sommer 2022 eine Neuregelung beschlossen. In Fällen, in denen ein Anbieter seinen Lieferverpflichtungen gegenüber Kundinnen und Kunden nicht nachkommt – etwa durch Insolvenz – greift eine dreimonatige Ersatzversorgung durch den jeweiligen Grundversorger. Kundinnen und Kunden können innerhalb dieser drei Monate jederzeit zu einem anderen Versorger oder in einen Sondervertrag wechseln, wenn dieser angeboten wird. Nach drei Monaten endet die Ersatzversorgung.

Wen betreffen die neuen Regeln?

Eigentlich gelten sie für alle – für Geschäftskundinnen und -kunden allerdings nur, wenn ihr Verbrauch unter 10.000 kWh im Jahr liegt und sie am Niederspannungs- bzw. Niederdrucknetz angeschlossen sind. Fallen Sie nicht in diese Gruppe, setzen Sie sich bei Fragen bitte mit uns in Verbindung. Ihre Ansprechpartner finden sie hier.

Preisgestaltung

Die Preise in der Ersatzversorgung können immer zum 1. und 15. eines Monats auf Basis kurzfristiger Beschaffungskosten angepasst werden. Wir informieren Sie auf unseren Internetseiten transparent darüber, welche Kosten dem jeweils aktuellen Ersatzversorgungstarif zugrunde liegen.

Die Preise in der Grundversorgung sind für alle Kundinnen und Kunden gleich – und zwar unabhängig davon, wann der Tarif abgeschlossen wird.

Die Preisblätter zu unserer Grund- und Ersatzversorgung finden Sie hier:

Der Notfallplan Gas wurde für den Fall geschaffen, dass Deutschland eine Krise in der Gasversorgung droht. Mit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist dieser Fall eingetreten. Erdgas ist so knapp – und so teuer – wie nie zuvor.

Drei Warnstufen

Bereits im März rief Bundeswirtschaftsminister Habeck deshalb erstmals die Frühwarnstufe aus. Für Verbraucher hatte das zunächst kaum Auswirkungen. Jetzt gilt seit Juni die Alarmstufe. Das bedeutet: Die Gasversorgung ist gestört. Noch muss der Staat zwar nicht in den Markt eingreifen. Bereits jetzt könnte aber die Preisanpassungsklausel aktiviert werden. Sie erlaubt es Versorgern, die gestiegenen Beschaffungspreise an ihre Kundschaft weiterzugeben.

Gas für den Winter einspeichern

Aktuell ist Erdgas am internationalen Markt verfügbar und wird eingespeichert. Kritisch wird es, wenn Russland seine Gaslieferung nach Deutschland im Anschluss an die Wartungsarbeiten an der Pipeline Nordstream I nicht wieder aufnimmt. Dann können die Gasspeicher ohne zusätzliche Maßnahmen kaum den gesetzlich vorgeschriebenen Füllstand von 90 Prozent bis Dezember erreichen.

Was jetzt passiert

Mit der Alarmstufe werden die Lösungsanstrengungen weiter intensiviert. Dazu gehört auch das Signal, dass der Energieverbrauch aus Vorsorgegründen reduziert werden soll. Für Sie als Verbraucher ändert sich allein mit der Ausrufung der Alarmstufe erst einmal nichts. Auch in der sogenannten Alarmstufe setzen die Stadtwerke Glückstadt alles daran, eine stabile Gasversorgung zu gewährleisten. Allerdings lässt sich derzeit nicht abschätzen, wie sich die Lage weiterentwickelt. In jedem Fall sind aber private Haushalte und Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt.

Energieeffizienz ist das Gebot der Stunde

Jede Kilowattstunde Energie, die wir nicht verbrauchen, trägt dazu bei, dass wir mehr Gas einspeichern und dadurch besser durch den Winter kommen können. Helfen Sie bitte mit, so viel Energie wie möglich einzusparen. Das geht schon durch kleine Änderungen im Alltag. Ein paar sehr nützliche Tipps zum Thema finden sie hier auf unserer Website

Schwimmen, laufen, Rad fahren: Das Detlefsengymnasium veranstaltet am 29. Juni einen Schüler-Triathlon. Der Schwimm-Part findet im Fortunabad statt. Von 7.30-10:00 Uhr ist das Sportbecken für den Wettkampf reserviert. Zugucken und anfeuern ist aber erwünscht!